Hilft Hoffnung uns, andere Zukunftsvisionen zu gestalten? Oder blockiert uns Hoffnung und lässt uns in einer Art passiven Warteschleife hängen? In unserer sich im Umbruch befindenden Gesellschaft spielen sowohl Hoffnung, als auch ihr Umkehrstück Hoffnungslosigkeit eine zentrale Rolle. In einem beweglichen Gerüst, das durch ein Netz aus Sicherheitsgurten horizontal unterteilt ist, agieren vier Tänzer:innen auf unterschiedlichen Ebenen. Die Bühne ist zugleich Spielfeld, Fangnetz und Käfig. Im Netz hängen, auf ihm liegen, sich an ihm hochziehen, aber auch durch das Netz fallen. Eine räumliche Horizontlinie als ganz klassisches Bild der Hoffnung – nur, dass sich dieser Horizont dehnen und verformen lässt.
Anschließend am Fr 05. Mai: Publikumsgespräch
„Man kann Anna Konjetzky eine Provokateurin sehen, der es um Werte geht. Egal, ob ihre choreografischen Arbeiten radikal-explosiv sind wie ihre Recherche zur Wut, oder in der Art und Weise der Ausdrucksmittel wesentlich zurückgenommener. Letzteres ist bei „hope/less“ der Fall. Auch hier gelingt es ihr- ausgehend von an sich klaren physischen bzw. emotionalen Phänomenen- Prozesse des Nachdenkens in Gang zu setzen. Ihr Mittel hierzu ist fein inszenierte Körperlichkeit. Schlicht und einfach wirkungsvoll.“
Vesna Mlakar Abendzeitung München 30. Sep 2022
„Ein buchstäblich ‚großer Wurf‘ ist der fest in der bayerischen Landeshauptstadt etablierten Choreografin Anna Konjetzky mit „hope/less“ wieder einmal gelungen; Den visuellen Rahmen von Konjetzkys Emotions-Kaleidoskop bildet ein auf vier Pfosten ruhendes fahr- und drehbares Metallgerüst, in das ein grobmaschiges Netz aus Sicherheitsgurten gespannt wurde. Dieses bietet auf raffinierte Weise ein variables Spielfeld mit schier endloser Vielfalt an Bewegungsmöglichkeiten für das virtuos-dynamische Power-Quartett.“
Tanznetz Anna Beke 30. Sep 2022
